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Pressebericht zu "Armut Hochmut Edelmut"

Pressebericht

Die Finanzkrise im Grimmschen Märchen 06.11.2012 - LOLLARKurzweilige Veranstaltung in der Lollarer Schulmediothek im Andenken an Gertrud Maus(sl). „Armut, Hochmut, Edelmut“ hieß eine Veranstaltung, die vom Seniorenbeirat Lollar und der Stadt- und Schulmediothek der Clemens-Brentano-Europa-Schule (CBES), in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Lesemäuse“ Lollar/Staufenberg initiiert wurde. Die private Stiftung wurde am 15. Juli 2011 gegründet, dem ersten Todestag von Gertrud Maus, die bis zum Jahr 2007 Lehrerin an der CBES war. Sie dient der Förderung der Lesekompetenz und soll das Andenken und Wirken von Gertrud Maus an der CBES wachhalten. Maus hat sich immer für die Leseförderung eingesetzt, und die alte Bibliothek an der Schule wieder belebt. Als unterrichtsergänzendes Angebot wurde von ihr die „AG Lesemäuse“ gegründet, und diese jahrelang auch betreut. Begrüßt wurden die Zuhörer, darunter viele Kinder in der Mediothek von Thomas Zwerina, der sich bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern bedankte, die diese Veranstaltung auf die Beine gestellt hatten. „200 Jahre ist es her, dass die Märchen der Gebrüder Grimm erschienen sind“, sagte er. Seit 1812 haben sich diese Märchen einen Namen gemacht und in der ganzen Welt zahlreiche Freunde gefunden. Sie erfuhren in dieser Zeit zahlreiche Bearbeitungen. In der mündlichen Tradition von Jochen Maus wurden sie spannend erzählt. Dabei gelang es ihm sofort, die Zuhörer in seinen Bann zu schlagen. In der fast absoluten Dunkelheit der Schulmediothek, bei der nur einige Kerzen ein ruhiges Licht ausstrahlten, erzählte er vom Rumpelstilzchen und dem kleinen Männchen, von Rapunzel, die ihre goldenen Haare aus dem Turm herablassen musste, und die sich in einen Königssohn verliebt. Spannend erzählte Maus auch von der „weißen Schlange“ einem weniger bekannten Grimm-Märchen und von König Drosselbart. Den Schluss bildete eine Version von Rumpelstilzchen versetzt in das Jahr 2012. Die Akteure waren die gleichen, nur dass der König durch einen Gastronomen ersetzt wurde, der seine Tochter, „die Altpapier zu Geld machen kann“, dem „großen Boss“ andiente. Dass aber das kleine Männchen für das Mädchen aus dem ganzen Haufen Papier Dollar und Euroscheine zaubert, macht den Geschäftsmann nur noch gieriger. Immer mehr Papier schafft er heran, und das drei Tage hintereinander. Er verspricht, sie zu seiner „Lebensabschnittsgefährtin“ zu machen, wenn sie auch noch das restliche Papier in Geld verwandelt. Das Männchen stellt ihr dabei die Bedingung, dass es das erste Kind der jungen Frau bekommt. Alles geht gut bis zu dem Tag, als das Männchen das Neugeborene abholen will, von den Tränen der jungen Mutter aber so gerührt ist, dass es ihr eine Gnadenfrist einräumt, wenn sie seinen Namen binnen drei Tagen errät. Nun wird das Internet bemüht, um seltene Namen zu finden, aber keiner ist der Richtige. Als das Männchen am dritten Tag wieder erscheint und fragt, ob sie seinen Namen nun weiß, da antwortet sie „Lehman“. Der Rest ist bekannt, und die Wut des Männchens läuft rund um den Erdball und löst Erschütterungen aus. Die ganze Veranstaltung wurde musikalisch von Holger Schmidt, einem privaten Musiklehrer und frei beruflichen Musiker mit der Gitarre begleitet.Aus: Gießener Anzeiger vom 6.11.2012

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